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Admiral · Vanessa atalanta
Illustration im Stil klassischer Lehrtafeln (teils KI-gestützt erstellt)
Vanessa atalanta
Foto: Michael Baur · Olympus OM-5 · CC BY-NC
Wer einmal einen Admiral gesehen hat, vergisst ihn nicht. Schwarz wie die Nacht, mit leuchtend orangen Bändern auf den Vorderflügeln und weißen Tupfen an den Spitzen – dieser Falter trägt Uniform. Seinen Namen verdankt er wohl dieser militärischen Eleganz, obwohl manche Sprachforscher auch an das arabische Wort Amir erinnert werden, aus dem unser Wort Admiral letztlich entstanden ist.
Der Admiral ist kein Kind unserer Breiten. Jedes Frühjahr bricht er aus Nordafrika und dem Mittelmeerraum auf, überquert die Alpen und erreicht schließlich unsere Gärten und Wiesen. Manche Exemplare schaffen es bis nach Skandinavien. Neuere Forschungen zeigen, dass ein Teil der mitteleuropäischen Population inzwischen auch bei uns überwintert, wenn die Winter mild genug bleiben.
Die Eier des Admirals landen fast ausschließlich auf Brennnesseln. Die Raupe wickelt sich geschickt in ein Blatt ein und frisst geschützt darin heran. Für Gartenbesitzer bedeutet das: Ein wilder Brennnesselfleck in der Ecke ist kein Unkraut, sondern ein Kindergarten für Schmetterlinge. Neben dem Admiral nutzen auch Tagpfauenauge, C-Falter und Kleiner Fuchs dieselbe Pflanze – die Brennnessel gehört damit zu den wertvollsten Wildpflanzen für heimische Falter überhaupt.
Texte und Bilder aus der Broschüre „Schmetterlinge im Ebsdorfergrund“ (Michael Baur), 1:1 übernommen · Fotos CC BY-NC, Illustrationen im Stil klassischer Lehrtafeln. Die Artseite ist der gemeinsame Endpunkt von Bestimmungsschlüssel und Stammbaum.